Die Reise in Island beginnt in der Regel damit, dass man Reykjavik verlässt und zu den drei Sehenswürdigkeiten des sogenannten Goldenen Kreises fährt: dem Nationalpark Thingvellir, dem Geysir in Geysir und dem Wasserfall Gullfoss.
Das ist sehr interessant, weil man in geringer Entfernung von der Hauptstadt eine aussagekräftige Auswahl der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Islands besuchen kann – und wenn man möchte, kann man das alles auch an einem Tag sehen (wenn man zum Beispiel in Reykjavik für einen Stopover auf dem Weg in die USA bleibt).
Ich empfehle natürlich, ein Auto zu mieten, um sich bequemer fortzubewegen.
die 3 Sehenswürdigkeiten
Meine ausführlichen Reiseführer zu den drei Sehenswürdigkeiten des Goldenen Kreises:
der Nationalpark Thingvellir
Der erste Stopp ist immer der Nationalpark Thingvellir (Þingvellir). Er ist aus historisch‑kultureller wie auch aus naturkundlicher Sicht ein interessanter Ort: Hier tagte das Althing (das alte isländische Parlament), und in diesem Tal ist der Riss zwischen den Kontinentalplatten deutlich sichtbar. Man kann sogar im nahegelegenen See tauchen und in der Spalte schwimmen oder zumindest schnorcheln.
Diese Etappe sollte man aber vorbereiten: Wenn man sich vorher nicht die Geschichten und Sagen durchliest, die an diesem für die Isländer hochsymbolischen Ort spielen, kann man den Besuch am Ende nicht wirklich genießen. In meinem Artikel erzähle ich daher viele Geschichten und Legenden über Thingvellir. Und vor allem räume ich mit falschen Mythen auf und korrigiere Fehlinformationen, die man im Internet oft findet.
der Geysir in Geysir
In diesem geothermischen Gebiet liegt Geysir: der am längsten bekannte Geysir überhaupt, der der ganzen Kategorie den Namen gegeben hat. Genau genommen sind die Geysire hier zwei: der Hauptgeysir ist Geysir, der im Moment nur selten und unvorhersehbar ausbricht. In der Nähe befindet sich aber der „kleinere Bruder“ Strokkur, der alle 5–10 Minuten regelmäßig etwa 20 Meter hohe Wasserfontänen ausstößt.
der Wasserfall Gullfoss
Einer der schönsten Wasserfälle Islands ist der Gullfoss im Goldenen Kreis und damit auch der Reykjavik am nächsten gelegene der isländischen Wasserfälle. Er stürzt in zwei Stufen in eine relativ enge Schlucht, und an schönen Sonnentagen ist der Effekt wirklich beeindruckend.

Karte und Tipps
Auch wenn er „Kreis“ genannt wird, liegen die 3 Sehenswürdigkeiten in Wirklichkeit im Wesentlichen auf einer Linie:
Die Gesamtstrecke beträgt etwa 120 km, und ohne Zwischenstopps erreicht man den Gullfoss in weniger als 2 Stunden. Hin‑ und Rückweg sind also rund 3,5 Stunden reine Fahrzeit, ohne die Zeit für die Besichtigungen einzurechnen.
Wenn man es genau durchrechnet, braucht man, um alles in Ruhe zu sehen, mindestens einen ganzen Nachmittag an einem Sommertag mit vielen Stunden Tageslicht. Und es steht nirgendwo geschrieben, dass man in Reykjavik starten und wieder dorthin zurückkehren muss: Ich empfehle in der Regel, so wenig Zeit wie möglich in der isländischen Hauptstadt zu verbringen.
Wenn du mittags am Flughafen Keflavik ankommst, kann das ein mögliches Programm für den ersten Tag sein: Wenn du nicht viel Zeit zur Verfügung hast, ist das eine gute Möglichkeit, die Abläufe zu optimieren.
der Goldene Kreis im Winter
Der Goldene Kreis ist eine einfache und interessante Runde, die man auch im Winter fahren kann:
Wie ich in meinem Island‑Reiseführer überall wiederhole, empfehle ich, die Reise für die warme Jahreszeit zu planen, um mehr Tageslicht zur Verfügung zu haben und auf ein besseres Klima hoffen zu können (das in Island auch im Sommer kalt, regnerisch und windig ist).
Für Sehenswürdigkeiten in der Umgebung siehe den Abschnitt über Südwestisland:
Vedi la mia guida di viaggio in Islanda:
In particolare ti rimando a queste pagine:
- organizzare il viaggio
– quanto costa, voli, hotel, autonoleggio - cosa vedere in Islanda
– Reykjavik, Circolo d’Oro, sud ovest, sud est
– Islanda orientale, nord orientale
– nord ovest, fiordi occidentali, Islanda occidentale



